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Für mich ist Obedience eine Sportart, die an Mensch und Hund als Team einen hohen Anspruch stellt. Der Hund muss eine gute Körperbeherrschung und eine hohe Eigenmotivation mitbringen, um die verschiedenen Aufgaben wie von uns gewünscht ausführen zu können. Der Hundführer braucht, um dem Hund die Exaktheit der Übungen vermitteln zu können, ein umfangreiches Wissen und kreative Ideen. "Wie, wo mit was belohne ich den Hund wann und wofür, was ist mein aktueller Trainingsschritt?" Dabei bin ich der Meinung, dass auch die Persönlichkeit des Hundes, seine Vorlieben und auch körperlichen Fähigkeiten berücksichtigt werden sollten. Vor allem in der Zielsetzung, was, wann mit dem Hund erreicht werden soll, hängt für mich stark davon ab, was für einen Typ Hund ich trainiere.
Für mich ist es wichtig, dass der Hund genau versteht, was seine Aufgabe ist. Die zu lernende Übung muss in kleinsten Schritten sehr exakt auftrainiert werden, um dem Hund Sicherheit zu geben. Der Hund soll beim Arbeiten lernen, dass er die Verantwortung trägt um an seine Belohnung zu kommen. Die Belohnung soll und muss ihm wichtig sein und er soll herausfinden, welche Kriterien er erfüllen muss, um sie zu verdienen. Auf Körperliche Manipulation, positive Strafe, Korrekturen, drücken, Schieben, schreien, schimpfen, treten oder Leinenrucks wird bei mir im Training komplett verzichtet. Der Hundefüher soll seinen Hund verstehen, soll lernen, ihn korrekt einzuschätzen und sein Training so strukturiert und durchdacht zu gestalten, dass das Optimumergebnis für beide Seiten erreicht werden kann. Erst wenn der Hund an Punkt 3 der "Trainingsstruktur" angekommen ist, und diese gut funktioniert, solltet Ihr das erste mal eine Prüfung starten. Denkt daran, dass eine halb verstandene Übung, die der Hund "irgendwie macht" für den Hund eh schon einen Unsicherheitsfaktor darstellt. Unvorbereitet diese Übung in einer ungewohnten Atmosphäre machen zu müssen, ohne dafür belohnt zu werden führt nicht dazu, dass der Hund "Prüfungsroutine" bekommt, sondern , dass er lustlos und unsicher wird. Gebt Eurem Hund die Zeit, ihn sauber aufzubauen, er hat diese Sicherheit verdient.
Hier könnt Ihr noch etwas über meine Philosophie zum Thema Rassetypische Eigenschaften im Obedience lesen!
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